Portrait zeichnen lassen
Portrait vom Foto

Portrait vom Foto zeichnen lassen

Während Porträtzeichner in früheren Tagen darauf angewiesen waren vom lebenden Objekt abzuzeichnen, genießen sie heute den glücklichen Umstand vom Foto abzuzeichnen. Das bringt natürlich den großen Vorteil mit sich, sich zum einen Zeit zu lassen und zum Anderen - wenn nötig - von Vorne zu beginnen ohne das Motiv zu verärgern ;). Nichts desto trotz ist es für die künstlerische Bildung sehr wichtig, das Zeichnen vom lebenden Objekt zu beherrschen.

Das schafft zum Einen die nötige Selbstsicherheit und schärft das Auge für die wichtigen Details des Motivs. Wer selber zeichnet, sieht sofort, wenn eine Zeichnung oder ein Gemälde eins zu eins vom Foto abgezeichnet wurde. Prägnant hierfür sind beispielsweise Kameratypische Schnappschuss-Szenen, welche unmöglich in einer konventionellen Sitzung, in welcher der Künstler vom Objekt abzeichnet, machbar wären. Darüber hinaus übertragen Künstler, die in Ihrer Laufbahn ausschließlich von Fotos abgezeichnet haben das Motiv ohne Ihre eigene Handschrift einfließen zu lassen. Böse formuliert könnte man sogar sagen, dass ebensolchen Künstlern ein eigener Stil fehlt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der eigene Zeichenstil erst im durch die knapp bemessene Zeit beim herkömmlichen Zeichnen herausbildet. Man ist gezwungen innerhalb kürzester Zeit das Motiv in seinen wesentlichen Zügen darzustellen und muss demzufolge auf weniger wichtige Details verzichten. Man beschränkt sich von daher (am Beispiel des Portraits) darauf die wichtigen Merkmale eines Gesichtes (Augen, Nase, Mund, Gesichtsform) mittels prägnanter Linien und rascher Schattierungen zu zeichnen. Das schult das Auge ungemein. Eine Fähigkeit, die Künstlern, die immer nur von Fotos abgezeichnet haben oft fehlt. Durch die Reduktion der stilistischen Mittel und den wohl überlegten Einsatz von Material entwickelt man zwangsläufig einen eigenen Stil. Für mich persönlich ist dies das wichtigste Kriterium, welches einen guten Portraitzeichner von einem mittelmäßigen unterscheidet. Seien Sie anspruchsvolle wenn Sie ein Porträt zeichnen lassen und beauftragen Sie nicht den Erstbesten sondern nehmen Sie sich Zeit, den Künstler mit dem richtigen Stil für Sie zu finden.

Fotovorlage & Portraitzeichner

Es ist langweilig und wenig sinnvoll ein Foto eins zu eins abzuzeichnen, wenn die Zeichnung einfach nur aussieht wie ein abgezeichnetes Foto - so kann man sich gleich das Foto aufhängen und benötigt keine Zeichnung. Aus diesem Grund ist es wichtig sich mit den Stilen und Fertigkeiten verschiedner Künstler zu befassen um zu entscheiden, welcher Stil einem am beste zusagt. Was wichtig ist, ist das Einfühlvermögen und die technischen Fähigkeiten des Künstlers. Ein guter Porträtzeichner versteht es, das beste aus einem Foto herauszuholen und die Charakteristika der zu zeichnenden Person zu Papier zu bringen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Portraitzeichner, die über ihre ganze Karriere nur vom Foto abgezeichnet haben, verstehen es oft nicht aus dem Foto ein künstlerisches Werk zu erschaffen. Oft werden die Graustufen eines Bildes einfach nur auf das Papier übertragen ohne den Zauber des Material auszureizen. Ein gutes Bild lebt von vom Duktus, welchen keine Maschine der Welt - Kameras inbegriffen - erzeugen kann. Ein Bild wirkt schlicht und ergreifend seelenlos, wenn - wie eben beschrieben - Die Licht und Schattenflächen eines Bildmotiv stumpf abgearbeitet werden. Der künstlerische Impuls und die Leidenschaft beim Malen bzw. Zeichnen ist entscheidend wenn man ein portrait vom Foto abzeichnet.

Schlechte Fotos als Zeichenvorlage

Oft sieht sich der Portraitmaler dem Problem gegenüber ein schlechtes Foto als Zeichenvorlage zu haben. Auch hier ist die Erfahrung und das technische Vermögen entscheidend für ein gutes Bild. Entsprechend meiner eben geschilderten Unterschiede wird ein mittelmäßiger Portraitzeichner die misslichen Eigenschaften des Foto eins zu eins in die Zeichnung übernehmen. Gute Fotos zeichnen vor allem die Folgende Kriterien aus:

  1. spannender Kontrast
  2. Guter Bildaufbau
  3. Richtige Belichtung der Fotovorlage
  4. Motiv ist scharfgestellt
  5. optimale Mimik & Position der zu zeichnenden Person/en
Portät vom Foto - Das richtige Foto

Was tun gegen schlechte Fotos als Zeichenvorlage?

Am Beispiel des schlechten Bildaufbaus der Fotovorlage lässt sich schnell die handwerkliche Klasse eines Portraitzeichner schnell abmessen. Während ein Zeichner ohne die notwendige künstlerische Bildung den schlechten Bildaufbau der Fotografie auf das Blatt übernimmt, wird der erfahrene und engagierte Künstler im Rahmen des Machbaren den Bildaufbau optimieren. Gängige Mittel sind beispielsweise die Zentrierung des Motivs. Das ist noch eine der einfacheren Möglichkeiten das Beste aus einem Foto herauszuholen. Ist ein Bild überbelichtet, wird es schon schwerer. Hier kann der Portraizeichner lediglich auf sein Talent und auf seine Erfahrung, welche er beim Zeichnen vom lebenden Objekt gesammelt hat zurückgreifen. Das Wissen darüber, wie sich zum Beispiel Licht auf Haut verhält, ermöglicht es dem erfahrenen Künstler Defizite der Fotovorlage zeichnerisch zu kompensieren. Gut zu wissen, wenn Sie ein Porträt zeichnen lassen

Die Fotovorlage ist (auch) entscheidend

Wir können also festhalten: Eine gute Fotografie begünstigt die Arbeitsmöglichkeiten des Portraitzeichners - Nichts desto trotz sind die zeichnerischen Fähigkeiten und Erfahrungen unabdingbar. Im besten Fall liegt einem guten Portraitzeichner auch ein spannendes und technisch gutes Foto als Zeichenvorlage vor.

Wozu ein Portrait vom Foto abzeichnen?

Die Vorteile eines Fotos gegenüber der Zeichnung vom lebenden Objekt liegen beispielsweise im Spiel von Schärfe und Unschärfe. Mit dem richtigen Objektiv gelingen dem Fotografen ganz einfach spannende Bildmotive. Dies beflügelt natürlich auch den Portraitzeichner, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Es macht einen riesigen Unterschied ein künstlerisch und technisch anspruchsvolles Foto als Zeichenvorlage zu haben anstelle eines zufälligen Schnappschusses mit dem Handy. Je höher die Qualität des Fotos, desto höher ist auch der Reiz auf Seiten des Portraitzeichners. Wenn Sie ein wenig geübt sind beim Fotografieren, ist es ratsam, Sie nehmen sich einen Nachmittag oder Abend Zeit und versuchen eine Handvoll spannender Fotos als Zeichenvorlage zu schießen. Abgesehen von der höheren Qualität des Endresultates - der Zeichnung - werden Sie gewiss Freude dabei empfinden, die Zeichnung von vornherein mitgestaltet zu haben ;)

Das Foto-Motiv für die Zeichenvorlage

Die gestalterischen Mittel der Fotografie sind in Ihren Grundzügen verwandt mit denen der Zeichnung bzw. des Gemäldes. Bei einer Person im Bild empfiehlt es sich in der Regel diese mittig zu positionieren. Möchten Sie die Person im Profi, Halbprofil oder Frontal porträtieren? Überlegen Sie, wie Sie das Zeichenmotiv darstellen wollen: Was ist die Schokoladenseite? Versuchen Sie diese in den Vordergrund zu rücken. Was soll das Bild über die Person aussagen? Soll Sie bedächtig, glücklich oder traurig dreinblicken? Entscheiden Sie bewusst, was Sie zeigen möchten! Jeder Mensch hat verschiedene Facetten. Sie als Fotograf müssen entscheiden, was Sie zeigen möchten.

Habe ich Ihr Interesse geweckt oder haben Sie weitere Fragen? Scheuen Sie sich nicht mich zu kontaktieren. Fotovorlagen für Zeichnungen sind ein weites Feld und mindestens genauso wichtig wie die Entscheidung für den richtigen Künstler.